Tropische Pflanzen im Urwald

Guarana – so wirkt der alternative Energie-Schub

Kaffee gilt mit als der beste und auch schmackhafteste Wachmacher, den wir kennen. Und nicht umsonst trinken wir weltweit Millionen Liter Kaffee in allen Varianten und verschiedenen Geschmacksrichtungen und Kombinationen, die es so gibt. Sicherlich gibt es auch den einen oder anderen Wachmacher, der zunächst außer dem Wirkstoff Koffein grundsätzlich nichts Natürliches mehr Abzuringen ist, wie Koffeingetränke und künstliche Getränke, beispielsweise auch Energiedrinks und Co. Was die Meisten allerdings sticht wissen ist, dass es noch einen weiteren natürlichen Wachmacher gibt. Es sind die Samen der Guarana Liane, die nämlich nicht gerade wenig Koffein vorweisen kann und von südamerikanischen Ureinwohnern schon seit Jahrhunderten als Heilmittel und eben auch Wachmacher genutzt wird.

Das ist Guayana

Die Guaranapflanze ist eine sehr alte Pflanze, die zur Familie der Seifenbaumgewächse gehört. Der Name stammt wahrscheinlich von einem indigenen Stamm Südamerikas ab. Am Amazonas entlang findet man diese Pflanze zu Hauf und auch im Einzugsgebiet des Rio Tocantins gedeiht die Lilienpflanze hervorragend gut. Denn tropisches Gefilde leibt sie und wenn dieses vorhanden ist, kann das rankende Gewächs durchaus ein stattliche Höhe von bis zu 12 Metern und mehr erreichen. Das Blattwerk der Liane ist recht üppig und jedes Blatt wird etwa 25 Zentimeter groß. Die Blüten allerdings sind im Verhältnis zum Blattwerk und zu den rankenden Lianen recht klein und zierlich. Die Paullinia cupana, wie die Guayana in der Pflanzenkunde genannt wird, bildet orangerote Blüten und Kapselfrüchte, die in Gruppen dann an den Lianen selbst hängen. Sobald sie sich öffnen sieht man innerhalb dieser Kapseln schließlich in der Regel ein bis drei schwarze oder grünliche Samen. Die Frucht mit dem Samen sieht aus wie ein Auge und ist auch so geformt. Diese Optik ist der Grund, warum sich immer wieder uralte Legenden und Erzählungen ums sie ranken. So soll die Pflanze aus den im Boden verscharrten Augen des Sohnes einer weisen und sehr gütigen Indianerin entsprossen sein.

Was steckt in der Pflanze?

Für die heutige wie auch damalige Medizin gewann die Guarana-Pflanze und ihre Wirkstoffe aus den Samen immer mehr an Bedeutung. Sie werden in getrockneter oder gemahlener Art eingesetzt und enthalten etliche, wertvolle Inhaltsstoffe für den menschlichen Körper. Deshalb findet man sie auch in einem brasilianischen brasilianische Arzneibuch wieder. Die wohl wichtigsten Wirkstoffe der Pflanze sind die Alkaloide. Diese stickstoffhaltigen Inhaltsstoffe haben einen Anteil von bis zu vier Prozent. Und den größten Anteil hierbei trägt das Koffein, neben den Alkaloiden Theobromin und Theophyllin, die ebenfalls nicht ganz unwesentlich hoch angesiedelt sind.

Das Koffein erhöht bekanntermaßen die Leistungsbereitschaft und hält uns wach und konzentriert. Fördert die Durchblutung und den Stoffwechsel. Theobromin und Theophyllin widerum haben neben einer stimulierenden Wirkung auf die Herzfrequenz auch die Eigenschaft, muskelentspannend zu wirken. Also auch gleichermaßen als Relaxanz einzusetzen. So wie auch der Grüne Tee enthalten die Guarana Samen sehr gesundheitsfördernde Polyphenole aus der Gruppe der Flavonoide. Ganz besonders das Carechin und Epicatechin. Die antioxidative Wirkung ist bekannt und soll bei Weitem die Konzentration von den Vitaminen C und E übertreffen. Guarana ist vor allem des enthaltenen Koffeins wegen so interessant. Das Koffein der Samen entfaltet dabei eine andere Wirkung als beispielsweise das Koffein in Kaffeebohnen, Kakaobohnen oder Teeblättern. Es scheint magenschonender zu sein, den Verdauungstrakt nicht anzugreifen und auf eine entspannte und langanhaltende Art anregend zu wirken. Genau erforscht ist das allerdings noch nicht, die Zusammenhänge werden jedoch in verschiedenen Studien erforscht und werden langsam etwas klarer.

So wirkt Guarana

Guarana enthält eine Menge an Koffein in ihren Samen. Es entfaltet dabei eine ganz andere Wirkung jenes übliche in Kaffeebohnen, Kakaobohnen oder auch aus Teeblättern gewonnen. Es soll wesentlich magenschonender sein und den lässt Magen und Darm grundsätzlich in Ruhe. Die Reizbarkeit wie bei herkömmlichen Koffeinkonsum des gesamten Verdauungstraktes wird auf diese Weise sehr geschont.

Im Gegenteil: Es soll sehr beruhigend und entspannend wirken. Für Menschen, die normales Koffein nicht so gut vertragen, können Guaranasamen oftmals besser verdauen. Das Koffein der Samen wird nur sehr verzögert und langsam freigesetzt. Somit ist die Wirkung recht langanhaltend kund ist quasi wie eine Depotwirkung anzusehen. Guarana wird oft Nahrungsergänzungsmitteln für Sportler beigefügt. Vor allem in den Sportbereichen Bodybuilding erhoffen sich viele Sportler durch Guayana als Nahrungsergänzung eine anregende und leistungssteigernde Wirkung. Ebenfalls geht man davon aus, dass Guayana auch eine positive Wirkung gegen bestimmte Bakterien und Pilzstämme hat. Die Reduzierung und Minimierung von Chlamydien, Legionellen, Streptokokken und auch Staphylokokken wurde beobachtet.

Mehr Infos zum Thema Guarana und Wirkung findet man auch auf guarana-wirkung.info.

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