Der Kaffee im Zeitalter des Klimawandels

Immer häufiger trocknen wichtige Kaffeeanbaugebiete aus. Die Dürreperioden verlängern sich und die Regenfälle minimieren sich drastisch. So kann es vorkommen, dass die Kaffeeernte in den betroffenen Gebieten bis zu 90 Prozent einbüßt und das hat verheerende Folgen für alle Beteiligten. Auch überaus starke und langanhaltende Regenfälle sorgen in einigen Anbaugebieten für Überschwemmungen und auch hier ist die Gefahr groß, dass ganze ernten im wahrsten Sinne des Wortes den Bach runter gehen und auf einen Schlag vernichtet werden. Der Klimawandel ist allgegenwärtig und in einigen Regionen so drastisch, dass ganze Anbaugebiete für Kaffee verschwinden.

Brasilien wird von Jahr zu Jahr trockener

Besonders in Brasilien ist die trockene Periode besonders langanhaltend und die dementsprechende Dürre offensichtlich. Die Kaffee-Plantagen in Minas Gerias beispielsweise gehören dazu. Sie werden von großen Dürreperioden geplagt und die Kaffeeernten sind dadurch in großer Gefahr. Überhaupt stehen Mittel- und Südamerika im Fokus des Klimawandels, weil sich in diesen Ländern und Regionen die extremen Wetterbedingungen und Veränderungen deutlich aufzeigen. Für die dortigen Kaffeebauern ein Warnzeichen und ein klares Aufläuten der Alarmglocken in diesen Gebieten. Der stete Wandel des Klimas, die verheerenden Folgen, die ein solcher Wandel mit sich zieht und nicht zuletzt auch der starke Konkurrenzkampf unter den Kaffeebauern sorgen für Besorgnis. Desto kleiner die Flächen für den Anbau noch zur Verfügung stehen, umso stärker und größer ist der Kampf, sie schließlich bearbeiten zu können und den Anbau mit guter Ernte schließlich garantieren zu können. Und dieser Kampf ist für die dortigen Bauern, die von der Ernte ihren Lebensunterhalt und damit auch ihre Existenz sichern, überlebenswichtig.

Arabica Bohne ist in Gefahr

Besonders die begehrte Arabica Bohne braucht und benötigt relative feuchte Gebiete und Umgebungen. Bekommt sie davon zu wenig, wächst diese empfindliche Pflanze nicht und die ernte ist dementsprechend mager bis vernichtend. In den meisten tropischen Gefilden der Kaffee-Anbaugebiete geht schlichtweg das Wasser aus. Sie sind zu heiß für die jeweiligen Kaffeesträucher wie die der Arabica-Bohne und viel zu trocken. Hinzu kommt die Tatsache, das es zu wenig Insekten gibt, die für die Bestäubung und Befruchtung der Kaffeesträucher zuständig sind. Denn der Rückgang dieser Insekten ist von Jahr zu Jahr deutlich erkennbar in diesen Gebieten. Und man geht davon aus, dass womöglich schon im Jahr 2050 knapp 90 Prozent der Anbaufläche für Kaffee verloren gehen werden. Der Kaffeestrauch braucht ums prächtig zu gedeihen, und um dementsprechende Ernten hervorzubringen, viel Schatten, Feuchtigkeit und ganz moderate und vor allem gleichbleibende Temperaturen. Zwar ist man immer mehr davon überzeugt, dass durch die Rodung des Regenwaldes in Brasilien allein es zu diesen klimatischen Veränderungen kommt und die Regenfälle immer seltener werden, doch unternommen wird diesbezüglich nichts. Die Verdunstung, die allein durch den Regenwald stattfindet, sorgte bisher für das ausgewogene Gleichgewicht der Feuchtigkeit in diesen Regionen, ohne diesen besonderen Effekt erhöhen sich auch die Durchschnittstemperaturen und damit auch die langanhaltende Trockenheit etlicher Gebiete.

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