Der Müllberg von Coffee-to-go Bechern wächst

Die beste Antwort auf den Einwegbecher ist der Coffee-to-go Mehrwegbecher. So zumindest sehen immer mehr Verbraucher die Möglichkeit, sich einem umweltbewussten Handeln und Tun in dieser Sparte einzubringen und trotzdem auf ihren Kaffee auf die Hand und für unterwegs nicht verzichten zu müssen. Vor etlichen Jahren noch war es eigentlich ein Unding, mit einer Tasse Kaffee in der Hand die Straßenseite zu wechseln. Heute ein ganz gewöhnliches Straßenbild der Neuzeit und nicht mehr wegzudenken. Im Zeitalter der Schnelligkeit und es Höher-Schneller-Weiter-Prinzips, kann man es sich nun mal als Berufstätiger nicht mehr erlauben, seinen Kaffee in aller Ruhe zuhause zu genießen.

Zeit ist Geld und deshalb schwappte der gefüllte Pappbecher mit Kaffee auf die Hand und zum Mitnehmen von den USA zu uns rüber. Mittlerweile gibt es keinen einzigen Bäcker mehr, keinen Kioskbetreiber, Tankstelleninhaber und kein Bistro, die nicht allesamt den klassischen Coffee-to-go anbieten. Der Trend aber zeigt nun auf, dass immer mehr Verbraucher und Koffein-Fans gibt, die sich ihren Kaffee in ihre ganz persönliche Tasse zum Mitnehmen füllen lassen. Der Mehrwegbecher to go erfreut sich zunehmend großer Beliebtheit. Kann so der Müllberg der Einwegbecher verringert werden ? Die Zunft der Einweg-Verweigerer wächst.

Große Konzerne machen es vor

Seit geraumer Zeit machen sich anscheinend immer mehr große Unternehmen und Konzerne Gedanken darüber, dass sie ihren Verbrauchern und Kunden den Coffee-to-go nicht mehr wie gewöhnlich in Einwegpappbechern anbieten möchten, sondern kreieren ihre ganz eigenen Mehrwegbecher zum Nachfüllen, die der Kunde natürlich dann auch nur bei ihnen kaufen und auffüllen kann. So gewährt beispielsweise der Tankstellen-Gigant Aral seit Februar dieses Jahres seinen Kaffeebecher-Schleppern Preisnachlass, wenn sie eben mit ihrem eigenen Becher Kaffee tanken. Immerhin berichtet die Tankstellen-Kette über einen täglichen Kaffeekonsum von rund 85000 Rationen. Eine gute Idee und aus umweltpolitischer Sicht ein sehr lobenswertes Gedankengut. Wäre da nicht der bittere Nachgeschmack des Profits, den die cleveren Unternehmen auch hierbei wieder schnuppern.

Immer mehr Städte entscheiden sich zusehends nun ebenfalls für die anscheinend sehr umweltbewusste Kaffeebecher-Lösung. In einigen Städten ist es sogar nicht mehr möglich, dass Einwegbecher überhaupt noch ausgegeben werden. So genannte Coffee-Cups, die dann mit dem Firmennamen versehen verkauft werden, sollen dazu dienen, dass die Verbraucher nur mit diesem hauseigenen Becher ihren Kaffee abholen.So heißen die Aktionen diesbezüglich in den Städten „Becherboni“, „Kehrwieder-Becher“, der „Schüren-Cup“, oder andere Namen.

Mehr Müll durch Pappbecher für einen Gebrauch

Absolute Müllverschwendung sei der Pappbecher für den einmaligen Gebrauch. Dessen sind sich nicht nur Umweltaktivisten und Schützer sicher, sondern auch immer mehr verantwortliche in Wirtschaft und Politik. Auch immer mehr Unternehmen wollen diese Becher für den einmaligen Gebrauch aus ihrem Angebot streichen und dennoch am Kaffeedurst der Deutschen tüchtig weiter verdienen. Deshalb gibt es nun immer mehr die Möglichkeit, sich mit einem Becher bewaffnet auf zum Bäcker zu machen und sich dort den frischen Kaffee einfüllen zu lassen.

Der Müllberg, den die Einwegbecher bisher verursachen, ist unermesslich und gigantisch. Sie eignen sich allerdings hervorragend, um als günstiges Werbeutensil genutzt und verbreitet zu werden. Pro Kilo Hausmüll hierzulande fallen rund 0,9 Gramm auf Einwegbecher. Man geht davon aus, dass weltweit rund 2,8 Millionen Einwegbecher im Umlauf sind und im Müll verschwinden.

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